Bewegung

Qi Gong

Qi Lebensenergie Gong Arbeit, Übung Qi Gong ist ein ursprünglicher Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin und beinhaltet bewegte und stille Übungen. Es ist eine über Jahrtausende gewachsene Methode der Energiearbeit zur Harmonisierung von Körper, Atmung und geistiger Haltung.

In den Übungen wird die gesamte Aufmerksamkeit auf und in den Körper gerichtet, weiterhin auch auf das gesamte Denken, Fühlen und Tun im Augenblick. Die Lebensenergie Qi folgt der Aufmerksamkeit und wird dadurch verstärkt zum Fließen gebracht. Körperliche und geistige Spannungen und Blockaden können sich lösen.

Gesundsein im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin bedeutet ein dynamisches und harmonisches Zusammenwirken von Körper, Seele und Geist. Ist dieses Zusammenwirken durch Disharmoniemuster gestört, wird der Energiefluß beeinträchtigt und Kranksein manifestiert sich.

Durch ausdauerndes Üben wird nach und nach Energie gesammelt und in Körperbereiche gelenkt und geleitet, die Energiemangelzustände aufweisen. Es ergibt sich so ein Energieausgleich, wodurch körperliche wie auch psychische Befindensstörungen und Krankheiten auf den Weg der Besserung bis zur Heilung gebracht werden können. Qi Gong kann so als eine Heilmethode im Sinne der Regulierung von Disharmonien genutzt werden.

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Yoga

Nach gängiger Lehrmeinung hat Patanjali im 2. Jahrhundert vor Christus gelebt. Sein außerordentliches Verdienst besteht darin, yogische Meditationstechniken, die schon über Jahrhunderte praktiziert und mündlich überliefert worden waren, erstmals philosophisch systematisiert und niedergeschrieben zu haben.Acht Stufen umfasst der Yoga:

Yama Gebote
Niyama Regeln zur Selbstreinigung
Asanas Körperübungen (Hatha-Yoga)
Pratyahara Zurückziehen der Sinne
Dharana Konzentration
Dhyana Meditation
Samadhi

Die acht Stufen sind alle miteinander verwoben.
Im Westen liegt der Schwerpunkt des Yoga hauptsächlich auf den Asanas, um über die Körperübungen den Menschen auf die anderen Stufen vorzubereiten.

Es gibt eine Übung die für jedes Alter und für viele Menschen geeignet ist, sie heißt:
SURYA NAMASKAR
übersetzt: SONNENGEBET
Ihre Tradition geht auf uralte vedische Zeiten zurück und soll ein klassisches Körperritual zur Verehrung der Sonne gewesen sein. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es dann in das Hatha-Yoga-System eingegliedert.
Es ist ein Übungszyklus von zwölf ineinander übergehenden Bewegungen, in denen der Körper in seiner Ganzheit aktiviert wird. Die Übungen nehmen nur einige Minuten in Anspruch und wirken doch auf den gesamten Organismus. Sie haben eine heilende, stärkende, aufbauende und belebende Wirkung auf den ganzen Menschen.
Wenn wir langsam aber beharrlich anfangen, können wir schon nach ein paar Wochen eine neue Lebendigkeit in uns fließen spüren. Die Surya Namaskars haben eine besondere Wirkung auf das Nervensystem, das die hauptsächliche Quelle der menschlichen Kraft ist. Nicht die Muskeln machen einen Menschen stark und lebhaft, sondern die vitale Energie, die „hinter“ den Muskeln wirkt.
„…der Erfolg ist eine beachtliche Verringerung des Gewichts, ein Gefühl der Leichtigkeit des Körpers, der Heiterkeit des Geistes und ein Freisein von Krankheit…“
(aus: Das Sonnengebet von Rajah von Aundh ISBN 3-89575-096-4)

Das Sonnengebet hilft der inneren und äußeren Haltung beim Meditieren und wir üben es in Eisenbuch gemeinsam.

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Eurythmie

Das Wort Eurythmie stammt aus dem Griechischen und kann mit „schöner“ oder „wahrer Rhythmus“ übersetzt werden. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entwickelt.

Eurythmie ist „bewegtes Sprechen“ (Lauteurythmie) und „bewegtes Singen“ (Toneurythmie). Sie bringt durch Bewegung Gesetzmäßigkeiten zum Ausdruck, die in Sprache und Musik wirksam sind und spiegelt damit die Ordnungen und Bildeprozesse des menschlichen Organismus und der Natur wider. Wenn der Mensch spricht oder singt, leben sich diese Bewegungen physisch nur im Kehlkopf und den angrenzenden Sprachorganen aus. In der Eurythmie wird versucht, sie äußerlich sichtbar zu machen.

Hierzu werden verschiedene Gestaltungsmittel, wie Gesten, Farben und Raumformen eingesetzt. Vokale, Konsonanten, Töne, sowie alle anderen musikalischen und sprachlichen Grundelemente werden nach vorgegebenen Formen in Bewegung umgesetzt. Diese Bewegung fordert die Polarität als Gestaltungsmittel. Aus dem Zusammenspiel der Kraft und der Gegenkraft entsteht die lebendige Gebärde.

„Die Sprache ist ja aus dem ganzen menschlichen Wesen heraus geboren. Nehmen wir irgendeinen Vokal. Er drückt immer aus dasjenige, was die Seele im Umfang ihres Fühlens erlebt. Entweder der Mensch will dasjenige ausdrücken, was im Staunen lebt: A, oder er will dasjenige ausdrücken, was eine Art Sich-Halten gegen einen Widerstand offenbart: E, oder er will ausdrücken seine Selbstbehauptung, sein Sich-Hineinstellen in die Welt: I. Er will ausdrücken sein Anschmiegen an etwas: EI. Alles Vokalische drückt ursprünglich ein seelisches Fühlen aus…Und wie das bei den Vokalen in der Sprache ist, so ist es bei den Tönen im Musikalischen: Der Ton drückt das Leben der Seele aus….
Bei den Konsonanten finden wir, dass sie Nachahmungen desjenigen sind, was äußerlich um uns herum ist. Der Vokal stammt aus dem Inneren, will das Innere gewissermaßen die volle Seele nach außen ergießen. Der Konsonant stammt aus dem Erfassen der Dinge; wie wir sie umgreifen, auch nur mit den Augen umgreifen, das wird in Konsonanten hinein geformt. Der Konsonant malt, zeichnet die äußere Form der Dinge…..“ (R.Steiner)

Die Eurythmie wird als Bühnenkunst, in der Pädagogik (Waldorfschulen) und als Heileurythmie in der anthroposophischen Medizin praktiziert.
Sie kann einzeln, in Gruppen und in jedem Alter geübt werden. Ihre wohltuende, den ganzen Menschen erfrischende und harmonisierende Wirkung zeigt sich jedem, der sie übt. Dabei kann sie körperliche und seelische Verspannungen lösen, Erschöpfung entgegenwirken und innere Regsamkeit fördern. Besonders hilfreich wirkt sie in der kindlichen Entwicklung, indem sie eine gesunde und kraftvoll körperliche seelische Ausreifung des Menschen unterstützt.

Sie wird an Eurythmie-Schulen in einer vierjährigen Grundausbildung gelehrt. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus-Hochschule ein offizieller, international anerkannter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.
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