Ernährung

DIE FÜNF BETRACHTUNGEN

Mögen wir an unser eigenes Handeln denken
und daran, woher diese Nahrung kommt
und wieviel Mühe damit verbunden ist.

Mögen wir überlegen, ob wir wahrhaft Gutes getan haben,
wenn wir diese Nahrung annehmen.

Mögen wir Gier, Wut und Verblendung umwandeln,
indem wir den eigenen Geist zähmen
und uns von Unheilsamem fern halten.

Mögen wir diese Nahrung als eine gute Medizin
für unseren Körper zu uns nehmen.

Wir nehmen diese Nahrung an,
um den Weg der Weisheit und des Mitgefühls zu gehen.

Text der Soto Schule

Die Küche ist ein wichtiger Praxisort in einem Kloster. Der Hauptkoch (Tenzo) ist üblicherweise ein schon fortgeschrittener Mönch, der die Nahrung mit dem notwendigen Praxisgeist zubereiten kann, so dass das Essen die Mönche in ihrer Übung wirklich unterstützt. In diesem Sinne ist die Küche im Kloster Fumonji ein Ort der Praxis, in dem Bemühen, mit Achtsamkeit, Liebe und Respekt zu kochen.

Die Ernährung und auch die Art und Weise, wie man isst, hat einen großen Einfluss auf Körper und Geist und durch die Auswahl der Lebensmittel auch auf die Umwelt. Wichtigstes Kriterium in unserer Küche ist, die Harmonie im Menschen und die Harmonie der Erde zu unterstützen.

  • Wir greifen in Fumonji auf das Wissen verschiedener Ernährungsrichtungen zurück, wie die Fünf-Elemente-Küche, Ayurveda, Makrobiotik, Vollwertkost. Daraus entsteht unsere ganz eigene „Fumonji-Küche“, die abwechslungsreich und schlicht ist. Die Mahlzeiten sollen bekömmlich und harmonisierend sein.
  • Wir kochen vegetarisch, zum Teil auch mit Milchprodukten und Eiern.
  • Die Vollpension beinhaltet verschiedene Tees, Kaffee, frisches Obst, je nach Kursart auch Kuchen oder Süßspeisen.
  • Unser Wasser stammt aus eigener Quelle und wird durch eine Grander-Anlage aufbereitet.
  • Unsere Lebensmittel stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Wenn es möglich ist kaufen wir fair-trade Produkte (z.B. Bananen, Kaffee, Reis). Unseren Grüntee beziehen wir von der Teekampagne, einem sozial-ökologischen Projekt.
  • Unsere Bezugsquellen sind: der Naturkostgroßhandel, ein nahe gelegener Gemüsehändler, der sich auf kontrolliert-biologisches, regionales Gemüse und Obst spezialisiert hat. Einzelne Produkte (z. B. Milchprodukte, wenn diese aufgrund von Mindestbestellmengen nicht biologisch erwerbbar sind) kaufen wir im Ort, das Brot beim Dorfbäcker.
  • Wir kochen so, dass möglichst keine Speisereste übrig bleiben. Sollten wir doch etwas nicht mehr verwenden können, geben wir es den benachbarten Bauern für ihre Tiere.
  • Unsere Orientierung ist die Selbstversorgung, die wir Schritt für Schritt verwirklichen möchten.