Meditation

Meditation (lateinisch meditatio=„das Nachdenken über“, auch in der Bedeutung „zur Mitte ausrichten“ von lateinisch medius= „die Mitte“) ist in vielen Religionen und Kulturen geübte spirituelle Praxis (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie).

Der Mensch braucht Meditation, um Mensch zu werden.
In der Geschichte, in den verschiedenen Kultur-Räumen und Religionen, ist die Meditation als ein grundlegendes menschliches Phänomen zu finden.
Die Meditation ist die Einübung von verschiedenen Wegen und Weisen menschlicher Selbstfindung und Selbstverwirklichung in den Grund menschlicher Existenz.

„Stress richtet mehr seelische und körperliche Schäden an als bekannt. Neurowissenschaftler haben jetzt im Detail entschlüsselt, wie das Massenleiden des 21. Jahrhunderts das menschliche Gehirn verwüstet. Die gute Nachricht: Bewegung und wohl auch Meditation sorgen dafür, dass neue Nervenzellen sprießen.“ (aus „Der Spiegel“ 48/2008).

Das bedeutet: die Meditation ist der Weg menschlicher Spiritualität. Die Spiritualität ist das Wesen des Menschseins.
In der Spiritualität gibt es Wege und Antworten, woher der Mensch gekommen ist, was er ist und was in ihm erfüllt und verwirklicht werden soll und damit, was er tun soll. In der Einswerdung von Sinn und Sein, in der spirituellen Einübung, wird der Lebenssinn des Menschen erfüllt (Fumon Nakagawa Roshi).
Wege
Die Meditation wird in verschiedenen Weisen praktiziert.

dorthin

  1. Durch Wahrnehmung (passiv), Sehen, Hören, Berühren
  2. Durch Tätigkeit und Bewegung, Gehen, Körperübung, Arbeit
  3. Durch die Stille des Körpers, des Geistes in der Form des Sitzens und des Lassens
  4. Durch aktives Tun, künstlerischen Ausdruck, Sprechen, in Worte fassen
da sein
  1. In der konzentrierten Stille, in Körper und Geist vollkommen erfüllt da-sein
  2. In dieser Stille verweilen, diese Stille vertiefen
  3. In der Stille aufwachen. Die Dinge, die Sache, sich selbst, die Welt, den Kosmos, in sich und in der äußerlichen Welt, klar sehen, klar verstehen

von dort her

  1. In erfülltem Dasein verweilend die verschiedenen alltäglichen Tätigkeiten leisten
  2. tätiges Mitgefühl, Liebe und Weisheit zum Ausdruck bringen
  3. Harmonie und Frieden in sich selbst und
  4. mit allen, in der Gesellschaft praktizieren und verwirklichen

Auswirkungen
Heilsame, fröhliche, friedvolle Wirkung auf körperlicher, emotionaler und mentaler Ebene, auf rationaler und geistiger Ebene, auf spiritueller und religiöser Ebene, sowohl als Individuum, als auch in der Gruppe, in der Gesellschaft, in der Welt.

Der Weg ist das Ziel selbst

  1. Die durch die Meditation eingeübte Spiritualität ist der Weg des Menschseins und ist das Ziel der Menschwerdung.
  2. Dies sind Aussagen, die in den verschiedenen Religionen in der menschlichen Geschichte bis heute so zu finden sind, in Ost und West, in Nord und Süd, Gestern und Heute. (Buddhistische Schriften, Bibel, Koran, Indische Schriften, Chinesische Schriften usw.) Frieden, Freude und Harmonie strömen in uns, durch uns, zu allen.
  3. „Widme dein Leben (…) dem Buddha-Dharma auch nur für einen Tag oder ein paar Augenblicke, so wird dies ganz sicher die Quelle ewiger Freude sein.“ (Dogen, Shobogenzo-Zuimonki)

„Erkenne dich selbst: und wo immer du dich findest, da lass dich; das ist das Allerbeste.“ (Meister Eckhart, Reden der Unterweisung).

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Worte Jesus, Johannes Evangelium, 14,6)