Beitrag zum Studienkurs im Juli 2026 in Fumonji

Sieben Jahre schon halten Klaus Gudo und Henry Zenshin Studienkurse in Fumonji. Die Spannweite ihrer Themen war groß, dieses Mal war die „Buddha-Natur“ zentral. Vielleicht ist es die Ausstrahlung der biblischen Zahl 7, dass beide nun den Wunsch nach Rückzug haben (oder vielleicht auch nur eine Pause einzulegen?).

„Zazen allein genügt nicht!“ sagt Roshi, man möge auch studieren. Buddhologische Studien, aber besonders auch das Studieren der Texte der Alten Meister aus China und das Praktizieren damit stellen nicht nur den geistigen Hintergrund unserer Übung dar, sie sind auch der Boden, auf dem das Zazen, „unser“ Zazen, entsteht und als heilsames Leben wirkt.Wir, die Sangha sowie die teilnehmenden Gäste haben das Glück, nicht allein Fumon Roshi als Wegweiser, sondern auch Dozenten aus der Sangha für die Studienkurse zu haben. Zwei aus diesem Kreis sind Klaus Gudo und Henry Zenshin: Klaus und Henry – zwei unzertrennliche „Hamburger Jungs“ (in vorgerücktem Alter) in der Bibliothek vorne an den Dozentenplätzen. 

Klaus Gudo betrieb neben seiner beruflichen Tätigkeit 3 Jahre lang in Hamburg buddhologische Studiensemester, seine beeindruckende Gelehrsamkeit speist sich aber auch aus intensiven häuslichen Studien. Auf diesem festen Grund entfaltet sich eine Vortragsweise ohne jegliche Verbissenheit, mit feinem Humor in Wort und Gestik, mit aufmerksamem Zuhören und der Fähigkeit, Beiträge der Kursteilnehmer zu würdigen und in das Thema zu integrieren und einzuordnen. Daraus erwächst die Bereitschaft der Teilnehmer, sich einzubringen und zur lebendigen Diskussion, wenn es Zeit für sie ist. Kaum eine Frage, auf die Gudo nicht antworten könnte.

Henry Zenshin beschäftigt sich nicht nur mit buddhistischer und Zen-Literatur, seine Freude ist es auch, philosophische wie gesellschaftlich relevante Texte zu studieren und in den Kurs einzubringen. Henry ist das Gegenteil eines Fundamentalisten, bescheiden und kritisch hinterfragt er seine Positionen und die der anderen, lässt uns an seinen inneren Auseinandersetzungen teilhaben.

Nun wünschen wir – wenn es denn sein muss – den beiden eine Pause, die eine schöpferische und erholsame sein soll. Und wir wünschen uns., dass der aktuelle Rückzug tatsächlich bloß eine Pause sein wird.

In diesem Beitrag wird das „Wir“ verwendet in der Überzeugung, dass die Sangha den Geist dieses Beitrags gutheißen wird. Und wir sind es, die den Beiden, Gudo und Zenshin, herzlichen Dank sagen.

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